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Criminale 10 Eifel

Criminale 2010 Eifel

Der FC Criminale hat seiner ruhmreichen Geschichte ein weiteres dramatisches Kapitel hinzugefügt: Bei der Criminale in der Nord-Eifel stellte sich das Team am 11. September einer neuen Bewährungsprobe. Auf dem Sportplatz der ehemaligen Ordensburg Vogelsang stand Deutschlands erstaunlichste Klubmannschaft einer ebenso durchtrainierten wie schwer auszusprechenden Landratsamts-Auswahl gegenüber.

Tatsächlich deutete für endlose Minuten alles auf eine faustdicke Überraschung hin: Die FCC-Spieler, denen immer noch die Strapazen der erst wenige Monate zurückliegenden Europameisterschaft der Autorennationalmannschaften in den Knochen steckten, begannen druckvoll und schnürten den Gegner quasi ein – wenn auch meist im eigenen Sechzehnmeter-Raum. Der geschlossenen Mannschaftsleistung und den bestechenden Einzelaktionen hatte die Landrats-Elf wenig entgegenzusetzen – abgesehen von ein paar Toren.

Pech für den FCC: Jeweils mitten hinein in die Angriffswellen fielen die Anschlusstreffer zum 0:1, zum 0:2 und zum 0:3. Das machte die FCC-Kicker natürlich wütend, also: richtig wütend, ich meine, die Jungs wurden echt sauer, also: tierisch sauer, und wenn sie sauer werden, dann kann sich der Gegner warm anziehen. Letzteres war indes nicht nötig, weil die Sonne schien und es ohnehin schon ziemlich warm war.

Gleichwohl gelang dem FCC folgerichtig der Treffer zum 1:3, ausnahmsweise mal nicht durch Norbert „Bomber“ Horst, sondern durch Nachwuchsstar David Knorr, der als Gewächs aus der eigenen Jugend längst einen Stammplatz erarbeitet hat. Ärgerlich: Ausgerechnet Norbert „Bomber“ Horst, sonst steht’s für den obligatorischen FCC-Treffer gut, zeigte diesmal Nerven und vergab aus aussichtsreicher Position, als er unbedrängt vom Elfmeterpunkt das Tor nur um wenige Meter verfehlte. Aber weil beim FCC getreu dem Musketier-Motto „Einer für alle – alle für einen“ die anderen aushelfen, übernahm Klaus „Stickinho“ Stickelbroeck in der zweiten Halbzeit die Rolle des Knipsers.

Die Landrats-Elf brachte das Ergebnis dennoch irgendwie über die Zeit. Am Ende stand es 2:8, so dass Euskirchens Landrat Günter Rosenke es sich sogar erlauben konnte, einen ohnehin unrechtmäßig vergebenen Elfmeter souverän zu vergeben.

Peter Godazgar
(Hofberichterstatter)